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Nichts fürchten Staaten mehr, als dass ihre Menschenrechtsverletzungen ins Licht der öffentlichkeit gezerrt werden. Deshalb hat amnesty international das Frühwarnsystem der "Urgent Actions" entwickelt.


ai bei der Arbeit


Diese Eilaktionen haben bereits Tausenden von Menschen das Leben gerettet. Urgent Actions funktionieren nach einem einfachen Prinzip: Sie brauchen nur einen Brief zu schreiben. Immer wenn amnesty international von willkürlichen Festnahmen, "Verschwindenlassen", Morddrohungen oder drohenden Folterungen oder Hinrichtungen erfährt, wird eine Urgent Action gestartet. amnesty international ruft dann weltweit dazu auf, an die verantwortlichen Regierungen zu appellieren, drohende Menschenrechtsverletzungen zu unterbinden.

Wenn Regierungen damit rechnen müssen, dass bei Menschenrechtsverletzungen eine Flut von Appellbriefen eintrifft, wenn ihnen unmissverständlich klargemacht wird, dass die Weltöffentlichkeit Verstöße gegen die Menschenrechte nicht duldet, werden sie nicht umhin können, die entsprechenden Vorkehrungen zu treffen, um Menschenrechtsverletzungen zu verhindern und zu beenden.

Beteiligen auch Sie sich an den Urgent Actions, denn Ihr Brief kann Menschenleben retten!

WERDEN SIE UA-SCHREIBER(IN)

Es ist einfacher als Sie denken. Mit ein wenig Zeit und ein paar Briefmarken können Sie wirkungsvoll für die Menschenrechte eintreten. Die Bocholter ai Gruppe versorgt Sie regelmäßig mit Informationen zu aktuellen Urgent Actions und hilft Ihnen wenn nötig bei der Formulierung von Appellen. Für die betroffenen Menschen und ihre Familien sind diese Aktionen nicht zuletzt deshalb so wichtig, weil sie ihnen zeigen, dass sich Menschen weltweit für sie einsetzen. Von freigelassenen gewaltlosen politischen Gefangenen weiß amnesty international, wie sehr sie sich durch diese Briefe in der Haft moralisch unterstützt und ermutigt fühlten.

Ein ehemaliger Richter aus äthiopien, der in seinem Heimatland neun Jahre im Gefängnis zubringen musste, schrieb beispielsweise:

"Es war ein einzigartiges Gefühl, als ein uns wohlgesonnener Soldat eine Nachricht von amnesty international in unsere Zelle schmuggelte. Unser psychisches Befinden änderte sich schlagartig. Es war das Wissen darum, dass die Außenwelt, dass Menschen, denen man niemals begegnet war und die uns auch nicht kannten, sich trotzdem für uns engagierten. Wir schöpften wieder Hoffnung. Einer meiner Freunde, der mit mir im Gefängnis saß, vertraute mir damals an, er habe ernsthaft überlegt, Selbstmord zu begehen. Dieses Stück Papier, das in unsere Zelle geschmuggelt wurde, hat ihm seinen Lebenswillen zurückgegeben."


Christine Anyanwu war mit anderen regimekritischen Journalisten in Nigeria festgenommen und anschließend wegen Landesverrats zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Schreiber aus aller Welt hatten nicht nur bei den Behörden ihre Freilassung gefordert sondern auch Briefe und Postkarten an sie ins Gefängnis geschickt. Nach ihrer Freilassung schrieb die Journalistin an amnesty international:

"Ich kann Ihnen gar nicht beschreiben, wie wunderbar es ist, frei zu sein und diesen Brief schreiben zu können. ... Es ist kaum in Worte zu fassen, was ich empfand, als ich in der winzigen Zelle in einem Berg von Karten und Briefen saß. Es hat mich zutiefst bewegt, mir unendlich viel Kraft und Mut gegeben ... danach wusste ich, dass ich nicht allein war..."


Neben der direkten und unmittelbaren Wirkung für einzelne Opfer von Menschenrechtsverletzungen leisten diese Aktionsformen einen wichtigen Beitrag dazu, Verstöße gegen die Menschenrechte in Zukunft zu verhindern.


Wenn Sie sich aktiv an "urgent actions" beteiligen möchten stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite. wenden Sie sich mit Ihren Fragen an

Martin Mittelmann
Körnerstraße 6a
46414 Rhede
Tel.
02872 980158
oder
0177 6574901

oder schicken Sie eine Mail an info@amnesty-bocholt.de


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